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Wir diskutieren weitere  Themen u.a. offene Schnittstellen für Online Messenger oder Social Entrepreneurship

Offene Schnittstellen für Online Messenger

Online diskutiert und abgestimmt

Wir als DOCKLAND, fordern das Bundeswirtschaftsministerium auf, Maßnahmen zu prüfen und zu initiieren, die eine verstärkte Interoperabilität und offene Schnittstellen (API) zwischen online Messenger-Diensten ermöglichen. 

 

Digitale Plattformen und Messenger haben in den vergangenen Jahren eine bedeutende, nahezu marktbeherrschende Stellung in der zwischenmenschlichen Kommunikation eingenommen. Instagram, Facebook Messenger, Whatsapp und Telegram sind hierbei die bedeutendsten online Messenger. Es wird geschätzt, dass es alleine 42 Millionen täglich aktive deutsche WhatsApp-Nutzer*innen gibt. In Deutschland kommt Facebook-Messenger auf 32 Millionen monatlich aktive Nutzer*innen. 

Dabei ist es nicht möglich für Kunden*innen eines Messenger-Dienstes Kunden*innen eines anderen Messenger-Dienstes zu kontaktieren (z.B. eine Whatsapp-Nachricht an einen Telegram-Kontakt zu schicken). Es entsteht ein sogenannter Log-In Effekt, der dazu führt, dass sich immer mehr Kunden*innen auf einen Messenger-Dienst festlegen um die Kommunikation mit ihren Kontakten aufrechtzuerhalten. Dies ermöglicht es den Anbietern der Messenger-Dienste Daten- und Kommunikationsmonopol aufzubauen. Zudem reduziert der Log-In Effekt den Wettbewerb zwischen Messenger-Diensten.  

 

Dabei ist es schon lange möglich, vom Telefon eines Telekommunikationsanbieters z.B. Vodafone mit dem Telefon eines anderen Telekommunikationsanbieters z.B. Telekom zu telefonieren oder SMS zu schreiben. E-Mails können ohne Probleme von einem Mail Anbieter z.B. Googlemail zu einem anderen Mail-Anbieter z.B. Web.de versandt werden.  
Zwischen den jeweiligen Netzwerken der Anbieter*innen besteht dabei Interoperabilität durch offene Schnittstellen (API), durch die externe Anbieter*innen Nachrichten in die jeweiligen Netzwerke einschleusen. Interoperabilität reduziert die Kosten für die Kunden*innen den Anbieter zu wechseln, da weiterhin mit den Kontakten kommuniziert werden kann.  

Auch für online Messenger-Dienste müssen diese offenen Schnittstellen (API) entstehen. Nur durch die Öffnung von Schnittstellen für externe Anbieter*innen und die Festlegung von gemeinsamen Standards für die Cross-Messenger Kommunikation kann der Wettbewerb zwischen Messenger Diensten ermöglicht werden und der Konsumenten-feindliche Log-In Effekt reduziert werden.  

Wenn du auch eine Idee hast, wie online Messanger-Dienste Konsumenten-freundlicher gestaltet werden können und deren Wettbewerb  fairer werden kann: dann melde dich bei uns!

Social Entrepreneurship für Hamburg

Online diskutiert, abgestimmt und in das Wahlprogramm der SPD HH eingebracht

Als im Februar die Hamburgische Bürgerschaft neu gewählt wurde, ging es nicht nur um das Bürgermeisteramt. Hamburg hat sich mit der Bestätigung der SPD auch dafür entschieden, dass ihr Wahlprogramm in den Koalitionsvertrag des nächsten Senats einfließt.

Dockland hat sich deswegen im letzten Herbst beim Programmprozess der SPD Hamburg ein bißchen mitgemischt. Wir finden nämlich, dass eine moderne und mutige Stadt in einem Bereich mehr für mehr Miteinander machen kann: Beim Social Entrepeneurship.

Social Entrepeneurs bringen mit unternehmerischem Geist neue Lösungen für gesellschaftliche Probleme auf die Straße. Sie definieren sich dabei nicht über eine bestimmte Unternehmensstruktur, da es hierfür in Deutschland noch keine definierte Gesellschaftsform gibt. Social Entrepeneurs handeln zum Teil als gemeinnützige Vereine und GmbHs oder aber auch als wirtschaftliche Entitäten. Was sie eint: Für sie steht die Wirkung für die Gemeinschaft und Umwelt über dem Profit des Individuums.

Daher freuen wir uns, dass wir im Regierungsprogramm der Hamburger SPD folgende Zusage auf Seite 50 erreichen konnten: „Wir werden innovative Social Entrepreneurs bei der Gründung und Weiterentwicklung fördern. Wir erarbeiten gemeinsam mit der Szene eine „Social Entrepreneurship-Strategie“, durch die soziale Unternehmen die Sichtbarkeit, Vernetzung, und Förderung erhalten, die sie für ein gemeinwohlorientiertes Wirken und Wirtschaften brauchen." Wir sind gespannt, wie diese Ankündigung im Koalitionsvertrag und in der weiteren Zusammenarbeit von rot-grün in Hamburg umgesetzt wird.

Denn das wird angesichts der Corona-Pandemie dringender denn je: Laut einer Umfrage des Social Entrepeneurship Netzwerk Deutschland befürchtet die Hälfte der Befragten, innerhalb der nächsten 6 Monate nicht mehr geschäftsfähig zu sein. Doch gerade angesichts der schweren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Folgen der Pandemie und des Lockdowns besteht nun die Chance: Wir sollten Social Entrepeneurship als eine gemeinwohlorientierte Alternative zu rein marktwirtschaftlichen Lösungen stärken und zu einer Säule unseres Wandels hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt machen.

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